Verein Freunde Giesings e.V.

   
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Der Verein
   
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Der Verein ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Personen, Vereinen, Verbänden und Institutionen, die sich dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Giesing des 17. und 18. Stadtbezirkes (Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing/Harlaching) verbunden fühlen; er wurde am 9. November 1979 gegründet.

Angeregt durch die Stadtteilwoche im Sommer 1978, die das Kulturreferat erstmals offiziell und gleich in Obergiesing veranstaltete, schlossen sich im folgenden Jahr anlässlich der Feier ”125 Jahre Eingemeindung der Vorstadtgemeinden Au-Giesing-Haidhausen” zunächst an der Geschichte und Entwicklung Giesings interessierte Giesingerinnen  und Giesinger zu einem Arbeitskreis zusammen, bis es im November 1979 zur Vereinsgründung kam. Eine wesentliche Rolle spielten dabei Wilhelm Müller, der damalige Leiter der Volkshochschule München-Ost, die vor mehr als dreißig Jahren als einzige Institution im Südosten der Stadt kulturelle Arbeit leistete, sowie Maria Klein und Maria Stein, beide im Stadtviertel tief verwurzelte Ur-Giesingerinnen, und Kurt Mahler. Sie vermittelten sehr engagiert die Idee eines neuen Kulturvereins für Giesing zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen und konnten anfängliche Vorbehalte, z. B. aus kirchlichen Kreisen, bald ausräumen. Heute stellt die Mitgliederschaft ein breites Spektrum der Ober-/Untergiesinger und Harlachinger BürgerInnen dar.

1. Vorsitzender:        1979 - 91                    Kurt Mahler
                                    1991 - 97                    Dr. Klaus Hahnzog
                                    seit 1997                    Horst Walter

Der Verein setzt sich für die Erhaltung, Förderung, Belebung und Koordinierung des kulturellen Lebens von Giesing sowie für die Erhaltung gewachsener Strukturen und Bauten ein und wirkt an der Gestaltung und Verbesserung der Lebensqualität Giesings mit. Er unterstützt und regt kulturelle Aktivitäten einzelner und von Gruppen Giesinger BürgerInnen an; er kann ferner Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt München betreiben.

Der Verein pflegt die Kunst und das Brauchtum mit Ausstellungen; er veranstaltet Stadtteilführungen, Vorträge über Teilbereiche des Vereinsgebietes, Theater- und Filmaufführungen, Konzerte, Kabarett und Dichterlesungen und beteiligt sich aktiv an sonstigen kulturellen Veranstaltungen wie Stadtteil- und Kulturfeste, die geeignet sind, Stadtteilbewusstsein zu bilden und eigene Kreativität zu entwickeln. Deshalb war der Verein auch ein ”Motor” der Münchner Stadtteilkulturwochen.

Besonders bemüht sich die Keimzelle des Vereins, der Geschichtskreis, um die Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte Giesings. Um das zusammengetragene historische Bildarchiv wird der Verein teilweise auch von Facharchiven beneidet.

Unter der Mitarbeit von Fachhistorikern konnten nicht nur wichtige Ereignisse und Entwicklungen Giesings in gutbesuchten Ausstellungen dokumentiert sondern auch  die Grundlagen für Bücher zur Stadtteilgeschichte erarbeitet werden, die in der Öffentlichkeit eine große Resonanz gefunden haben. Sie wurden von Dr. Thomas Guttmann im Auftrag des Vereins beim Buchendorfer Verlag herausgegeben:

1990:   GIESING  -  Vom Dorf zum Stadtteil                
             1.-3. Auflage vergriffen, 4. Auflage im Buchhandel

1993:     Unter den Dächern von GIESING  -  Politik und Alltag 1918 - 1945
                vergriffen

1998:     GIESING und die Eisenbahn
               vergriffen

Es folgte mit den Autoren Dr. Willibald Karl, Heinz Haftmann, Alfons Scharf

2004:   GIESING – Bauern, Bach und Berg

2008:   Giesinger Köpfe   -   VOLK-Verlag
              vergriffen

Zur Arbeit der ‘Freunde Giesings e.V.’ gehören auch die Planung und Realisierung von Ausstellungen zu wichtigen Themen der Stadtteilgeschichte und der Entwicklung Giesings, z.B.:         

      'Die Lohe und ihre Herbergshäuser‘
     'Ruinenjahre in Giesing  -  vom Leben in der Zeit nach dem Krieg‘
     'Unter den Dächern von GIESING – Politik und Alltag 1918 – 1945‘,
     'GIESING und die Eisenbahn‘
     'GIESING – Bauern, Bach und Berg‘
     'Giesinger Köpfe 1‘ und ‚Giesinger Köpfe 2‘
     'HUNGERLEBEN – LEBENSHUNGER‘ – 60 Jahre Kriegsende und Neubeginn in Giesing
     'Konstantin Frick' - Ein Giesinger Bildhauer
     'BIRKENAU' - Kleinhaussiedlung in Untergiesing
     'Amis in Giesing' - München 1945 - 1992

Die Giesinger Geschichtssäule von Konstantin Frick - Symbol für die 1200-jährige Geschichte unseres Stadtteils – wurde vom Verein mit initiiert und 1991 der Giesinger Öffentlichkeit übergeben. Anlässlich des 100. Geburtstages von Konstantin Frick wurde der Künstler im Juli 2007 mit einer großen Gedenkausstellung im Kulturzentrum GIESINGER BAHNHOF geehrt. Im ehemaligen Atelierhof dieses Giesinger Künstlers an der Tegernseer Landstraße findet auch das traditionelle Giesinger Frühlingssingen statt.

Die vom Verein durchgeführten Konzerte pendeln zwischen Kirchenmusik in der Hl.-Kreuz-Kirche oder St.-Anna-Kircherl über Musik des 19. Jahrhunderts bis zum weiten Spektrum unterschiedlicher Jazzkonzerte.

Literaturlesungen wie mit Werner Schlierf (verst. 2007) „Geschichten aus einer schadhaften Zeit“ und Kabarettveranstaltungen wie mit Kabarest oder Maria Peschek  und ihren „Ratschkatl G’schichten“ waren immer wiederkehrende Programmpunkte.

In aktuellen Fragen der Stadtentwicklung, z.B. bei Bebauungsplänen, Strukturuntersuchungen oder bei großen Projekten zur Stadtteilverbesserung im Rahmen der SOZIALEN STADT, äußert sich der Verein in prägnanten Stellungnahmen, die in die politische Entscheidung einbezogen werden.

Gemäß einem Vorschlag des früheren 1. Vorsitzenden Dr. Klaus Hahnzog hat der Verein den GIESINGER BÜRGERPREIS installiert. Er kann an Bürgerinnen und Bürger, insbesondere jedoch an Giesingerinnen und Giesinger im 17. Stadtbezirk – Obergiesing-Fasangarten und im 18. Stadtbezirk – Untergiesing/Harlaching verliehen werden, die sich für die Bewahrung oder Weiterentwicklung des lebenswerten Giesinger Charakters als Innenstadtrandgebiet oder für bewährte oder neue Formen eines guten Zusammenlebens in Giesing eingesetzt haben oder sich noch engagieren. Der Preis wird im zweijährigen Turnus öffentlich ausgeschrieben. Eigenbewerbungen sind dabei ausgeschlossen. Über die Vergabe befindet eine Jury.

Der Preis wurde erstmals im Jahr 2007 und danach 2009, 2011 und 2013 verliehen. Beispielhaft für ein besonderes Engagement war das Wirken von Carla Obermüller; ihr zu Ehren wird gleichzeitig mit dem GIESINGER BÜRGERPREIS auch die Carla-Obermüller-Stele verliehen.

Seit 1983 haben es die ‘Freunde Giesings e.V.’ als besondere Aufgabe betrachtet, den denkmalgeschützten Giesinger Bahnhof zu erhalten, das Gebäude in das Eigentum der Stadt München zu führen und als Stadtteilkulturzentrum zu sanieren und umzubauen.

Der Gründungsvorsitzende des Vereins, Kurt Mahler, hat als Erster bei der Bürgerversammlung 1983 den Antrag gestellt, das Gebäude für diese Nutzung  zu übernehmen. Ein entsprechender Antrag durch die Giesinger Stadträtin Inge Hügenell im Stadtrat der Landeshauptstadt brachte die Forderung auf die höchste kommunalpolitische Ebene. Nach langen und zähen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG befindet sich nun das über 100 Jahre alte Baudenkmal seit Oktober 1998 im Besitz der Stadt München, die die Finanzmittel für eine umfassende Sanierung und Modernisierung bereit stellte.

Nach fast zweijähriger Bauzeit wurden die umfangreichen Bauarbeiten im Dezember 2003 abgeschlossen. Das Baudenkmal wurde im März 2004 als Stadtteilkulturzentrum GIESINGER BAHNHOF von Oberbürgermeister Christian Ude eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben. Die ‘Freunde Giesings e.V.’ sind als Betreiber des Stadtteilkulturzentrums vom Stadtrat ausgewählt worden.

Der GIESINGER BAHNHOF versteht sich als Haus der Begegnung, das durch sein Wirken das kulturelle und künstlerische Leben in Giesing und seinen angrenzenden Stadtbezirken fördern soll. Es werden Gruppen und Personen unterstützt und aktiviert, sich an der Gestaltung ihres Lebensraumes zu beteiligen. Dies kann sowohl in Form von künstlerischen Beiträgen als auch im Rahmen von bürgerschaftlichem und sozialem Engagement erfolgen.

Der GIESINGER BAHNHOF ist ein Forum für Amateur- und Profikünstler aus dem Münchner Südosten. Aber auch Auftritte von Künstlern aus anderen Regionen sollen zum kulturellen Leben in Giesing beitragen. Im konkreten Programm finden zeitgenössische Ausdrucksformen und die Förderung von Nachwuchskünstlern besondere Berücksichtigung. Die Veranstaltungen sollen den Austausch zwischen den verschiedenen Generationen, gesellschaftlichen Gruppen und Nationalitäten anregen. Der Diskurs über gesellschaftspolitische Themen und Fragen der Zeit erhält ausreichenden Raum.

Der GIESINGER BAHNHOF steht grundsätzlich allen BürgerInnen, Initiativen und Vereinen im Münchner Südosten für ihre Aktivitäten offen. Giesing verfügt jetzt über einen zentralen Veranstaltungsort mit bester Infrastruktur, der auch über Giesings Grenzen hinaus im Südosten Beachtung gefunden hat.

Der Verein ‘Freunde Giesings e.V.’ ist parteipolitisch und weltanschaulich neutral; er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Gemeinnützigkeit ist vom Finanzamt für Körperschaften anerkannt. Jede natürliche Person, jede Personenvereinigung und jede juristische Person, die gewillt ist, die Zwecke und Ziele des Vereins zu fördern, kann Mitglied des Vereins werden.

Der Verein hat derzeit annähernd 240 Mitglieder. Seit dem 1. Januar 2006 hat er seinen Geschäftssitz am Giesinger Bahnhofplatz 1; dort ist zum erheblichen Teil das Vereinsarchiv untergebracht.
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